Am leichtesten dringen Bakterien durch Verwundungen, aber auch durch Spalt-Öffnungen in das Pflanzengewebe ein.
1) Bakterielle Welkekrankheit
Schadbilder:
- Knollen strömen eine übelriechende Nassfäule aus
- Befallene Triebe bleiben im Wachstum zurück
Krankheits-Erreger:
Die Bakterien "Erwinia chrysanthemi" und "Erwinia cytolytica" dringen an Verletzungs-Stellen vornehmlich bei nasser Witterung in das Gewebe ein.
Gegen-Massnahmen:
- Bei Regen keine Schnitt- oder Knollen-Ernte-Arbeiten durchführen
- Befallene Knollenteile bei der Lagerungs-Kontrolle entfernen
2) Bakterien-Gewebs-Geschwülste
Schadbild:
- Blumenkohlähnliche Wucherungen am Wurzelhals oder Stengelgrund
Krankheits-Erreger:
Verseuchte Erde durch die Bakterie "Agrobacterium tumefaciens".
Gegen-Massnahmen:
- Knolle mit der sie umgebenden Erde vernichten
- Nicht im Garten kompostieren
3) Blätterige Gallen
Schadbild:
- An Mutterknollen entstehen an den Augen fleischig verdickte Sprossen mit stark verkrüppelten Blättern
Krankheits-Erreger:
Verseuchte Erde durch die Bakterie "Corynebacterium fascians" (Tritt fast ausschliesslich bei der Stecklings-Vermehrung auf).
Gegen-Massnahmen:
- Keine Stecklinge abnehmen, solange sich noch Giesswasser auf den Stecklingen befindet, oder die Knollen noch feucht sind